Netzwerk-DruckmanagementEs geht nicht um die Drucker

Druckmanagement erlebt derzeit eine Revolution und IT ringt mit steigenden Kosten, die durch zunehmenden Datenwachstum entstehen. Erfahren Sie mehr über Best-Practice-Verfahren im Netzwerkdruck und wie Sie Ihre Infrastruktur optimieren können.
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Effektive Druckarchitektur kann die Gesamtbetriebskosten senken

Dieser Artikel soll Sie darüber informieren, wie Sie Ihre Infrastruktur optimieren können. Insbesondere wird der Inhalt Netzwerk- und Servermanagern helfen, die IT-Infrastruktur für das Netzwerkdrucken zu optimieren.

Druckmanagement erlebt derzeit eine Revolution. Der Schwerpunkt liegt auf der Reduzierung der „Kosten pro Seite“. Zu nennen sind hier die Authentifizierung an Druckern/MFPs, die Reduzierung des Druckvolumens, das Nutzen von kostengünstigen Druckern und das Abschaffen von übertrieben teuren Geräten. Doch diese Vorgehensweise befasst sich nur mit einem Teil des Problems.

Wenn Sie das Ausmaß des Problems betrachten, werden Sie sehen, dass IT-Unternehmen immer noch mit den steigenden Kosten ringen, die durch das stetige Wachsen der Daten entstehen. Dies beinhaltet auch den immer stetig wachsenden Druckstrom und die Aktivitäten zur Dokumenten-Darstellung. Es gibt Möglichkeiten, Computing, Speicherung und Netzinfrastruktur unter Berücksichtigung der Druckanforderungen der Anwender zu optimieren.

Diese Reihe wird die gängigste Methode untersuchen, wie Netzwerkdrucken in großen Unternehmen eingesetzt wird. Darüber hinaus werden wir einen Blick auf alternative Lösungswege werfen, die Gesamtbetriebskosten senken und CPU- und Netzwerkressourcen optimieren, während Nutzerleistung und Sicherheitsanforderungen erhalten bleiben. Eine solide Partnerschaft zwischen Druck- und Servermanagement kann für die Nutzer von großem Vorteil sein, ebenso wie die Wertschätzung von IT als Unternehmensbereich.

Wie das Mooresche Gesetz das Netzwerkdrucken beeinflusst

Das Datenwachstum lässt den langsamen Prozessor, die Netzwerk- und Speicherkosten durch historisch hervorgerufene Innovation hinter sich.

Unternehmen bemühen sich, ihre Netzwerke und Rechenzentren zu vergrößern, um mit dem gewaltigen Datenwachstum mithalten zu können. Fortschritte in Netzwerk-, Prozessor- und Speichertechnologien haben es Unternehmen bisher ermöglicht, das wachsende Datenvolumen mit relativ günstigen Infrastruktur-Upgrades aufzunehmen. Allerdings verlangsamt sich die technologische Entwicklung von Datenverarbeitung, Speicherung und Komprimierung, während das Wachstum der Datenmenge stetig steigt.

Das Mooresche Gesetz, die wohlbekannte Formulierung in der Halbleiterindustrie, die besagt, dass sich die Anzahl an Transistoren, die am integrierten Schaltkreis platziert werden können, etwa alle zwei Jahre exponentiell in Rechenleistung oder Leistungsstärke verdoppelt ohne abnehmende Erträge, wurde als Rückgang dokumentiert.

Und doch erreicht Silizium die Grenzen für Transistordichte. Bald werden CPU-Hersteller, Rechenleistungen mit Technologien der nächsten Generation liefern müssen, wie z. B. Quanten- oder Molekular-Computing. Dies wird aber zur Folge haben, dass Informatik-, Speicher- und Netzwerktechnologien für eine bestimmte Menge an Rechenleistung verhältnismäßig teurer sein werden.

Dementsprechend lässt das Datenwachstum die langsamen Prozessoren, die Netzwerk- und Speicherkosten durch historisch hervorgerufene Innovation hinter sich. Unternehmen können sich nicht mehr auf immer kostengünstigere Versorgung von Netzwerkbandbreite und CPU-Server-Zyklen verlassen, um die ständig wachsenden Datenvolumen zu bewältigen.

Sie müssen sich jetzt nach kostengünstigeren Lösungen umsehen, die die Anforderungen an Netzwerke und Rechenzentren senken. Netzwerkdrucken ist ein Bereich, der sehr hohe Anforderungen an Netzwerke und Server stellt. Es gibt neue Ansätze zur Organisation von Netzwerkdruck-Komponenten, die die Anforderungen für Server-CPU-Zyklen eliminieren, den Druckverkehr auf WANs verringern und die LAN-Druckstrom-Bandbreite halbieren.

Die häufigste Druckarchitektur im Netzwerk

Es lohnt sich, einen Blick auf die häufigsten Druckarchitekturen im Netzwerk zu werfen. Welche Rolle spielen Druckserver und wie beeinflusst der Druckstrom WAN- und LAN-Netzwerkverkehr und Druckleistung.

Das traditionelle Netzwerkdrucken gegenüber LAN oder WAN erfordert Druckserver. In einem Großraumbüro mit tausenden von Nutzern gibt es oft dutzende Druckserver, die in die LAN-Infrastruktur des Unternehmens integriert sind. Wenn eine Zweigniederlassung oder eine Filiale in Betracht gezogen werden, verbindet ein Wide Area Network (WAN) die Hauptgeschäftsstelle mit den Zweigniederlassungen. Innerhalb der Zweigniederlassungen unterstützt LAN den lokalen Netzwerkverkehr.

Da Netzwerkdruck-Ströme eine große Anzahl an Bandbreite einnehmen können, werden Druckserver oft in den Zweigniederlassungen positioniert, um die WAN-Bandbreite zu optimieren. Jedoch ist dies normalerweise langsamer und teurer als die LAN-Bandbreite. Vereinzelt werden auch Druckserver in den gemeinsamen Rechenzentren platziert, um Druckaufträge zu einem fernen Drucker über das WAN zu schicken. Während diese Art von Aufstellung eine zentrale Verwaltung bietet, können Leistungsprobleme wie Wartezeit untragbar für die Nutzer sein.


Die Funktion des Druckservers

Die eigentliche Funktion des Druckservers ist die eines Verkehrspolizisten. Er ist dafür verantwortlich, die Druckaufträge zu koordinieren und die Warteschlange zu organisieren, um sicher zu stellen, dass die Druckaufträge richtig priorisiert werden. Druckaufträge von Desktop-Clients werden zusammen mit den richtigen „Anweisungen“ für den konkreten Druckauftrag und Zieldrucker zu dem vorgegebenen Druckserver geschickt. Druckertreiber werden meist auf den Druckservern gelassen und dann von den Nutzern auf die eigenen Desktops heruntergeladen.

Wenn Druckserver im LAN eingesetzt werden, um Remote-Drucker zu unterstützen, muss er Druckströme über WAN zu dem Remote-Drucker in den Zweigniederlassungen schicken. Je nach Nutzeranforderungen ist dies jedoch nicht die kostengünstigste Verwendung von WAN-Bandbreite. Viele IT-Unternehmen platzieren daher Druckserver mit LAN in den Zweigniederlassungen vor Ort, um die Druckströme zu verteilen.

Wenn man sich anschaut, wie Dokumente gedruckt und zu dem Netzwerk-Drucker gesendet werden, sieht man, wie die Desktopanwendung einen Druckauftrag startet und den Auftrag und Druckstrom zu dem Druckserver sendet. Dieser wiederum platziert den Druckauftrag in einer Warteschleife und weist ihn dann zu der richtigen Druckerwarteschlange zu. Der Druckserver nutzt die von dem Desktop-Druckertreiber aufgetragenen „Anweisungen“ für den Zieldrucker. Druckdatenströme können sehr klein (geringe Seitenzahlen mit minimalen Formatierungen) bis sehr groß (Hunderte von Seiten mit Bildern) sein. Das Einsetzen von Druckservern für die Bedürfnisse der Nutzer sollte sorgfältig, anhand von Druckanforderungen und vorgesehenen Bandbreitenanforderungen, geplant werden.

WAN-Bandbreite ist sehr viel kleiner und teurer, was diese Möglichkeit zu einer schlechten Wahl macht, wenn man Druckströme im großen Umfang von einem Druckerserver aus einem Rechenzentrum zu einem Großdrucker in einer fernen Zweigniederlassung schicken will. In diesem Fall ist es besser, einen Druckerserver lokal in der Zweigniederlassung zu platzieren und die Nutzer über das LAN abzudecken, das ausreichend Bandbreite bietet. So bekommt der Nutzer die Leistung, die er braucht, über eine kostengünstige Netzwerk-Bandbreite. Aber was passiert, wenn man viele kleine Zweigniederlassungen mit vielen Desktop-PCs hat, wie z. B. Bankfilialen oder Einzelhandelsgeschäfte?

Gesamtbetriebskosten

IT-Abteilungen sind stets darum bemüht, die Gesamtbetriebskosten von Hardware- und Softwarebeständen zu senken. Die Gesamtbetriebskosten umfassen nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Instandhaltung von Hardware und Software. Dazu kommen noch die Kosten pro Support-Unit (z. B. Help-Desk), die auch zu den Desktop-PCs und Servern gezählt werden können, sowie jeder Anteil an Strom-, Kühl- und Heizkosten. Gartner zufolge liegen die durchschnittlichen Gesamtbetriebskosten pro Jahr für einen Server bei ca. 4.300 GBP.

Wenn man die durchschnittlichen Gesamtbetriebskosten eines Servers betrachtet, fällt einem ein interessantes Dilemma für die IT-Manager auf. Ist es kosteneffizient, Netzwerkdruck mittels der traditionellen Druckerserver-Architektur in dieser Art von Umgebung einzusetzen?

In zukünftigen Artikeln werden wir uns mit einer aufstrebenden Alternative zu der traditionellen Druckerserver-Architektur befassen, die kostengünstigere Computerressourcen sowie Netzwerkbandbreite bietet.

Sources:

Druckinfrastruktur kontrollieren

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About Brandon Most

Brandon Most ist Senior Product Marketing Manager für die Druckmanagement-Produkte von Nuance Document Imaging. Als erfahrener Marketing-Experte und Technologie-Enthusiast ist er stets danach bestrebt, diese beiden Leidenschaften zu verbinden, um seine Produktkategorien effektiv zum Leben zu erwecken. Most absolvierte an der Fort Hays State University in Kansas einen Bachelor in Business Administration mit Marketing als Haupt- und Finanzen und Leadership als Nebenfach. Folgen Sie Most auf Twitter: @MostBrandon