Was sind die Sicherheitsimplikationen der Telemedizin?

Technologie hat schon immer Bahnbrechendes in der Entwicklung unseres Gesundheitssystems geleistet; von neuer Ausstattung und Geräten, die dabei helfen, Patienten am Leben zu halten, bis hin zu Softwares und Systemen, die es den Ärzten ermöglichen, effizienter zu arbeiten. Neue Technologien können allerdings auch Risiken mit sich bringen, die vor und während der Einrichtung eines neuen Systems begutachtet werden müssen, um Würde und Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. Mit der Entwicklung des "Internets der Dinge" und der "Telemedizin" ist diese von größter Bedeutung.
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Derzeit ist die „Telemedizin“ eine der größten neuen Entdeckungen im Gesundheitswesen. Keine Sorge, falls Sie noch nie davon gehört haben, Sie sind nicht allein. Momentan befindet sich die Telemedizin in Großbritannien noch in der Testphase. Laut eines aktuellen Artikels des Nachrichtenmagazins The Guardian, werden zur Zeit „Geräte wie Waagen, Blutdruckmessgeräte und Fitnessgeräte über Bluetooth mit dem Mobiltelefon der Patienten verbunden, welche dann wiederum automatisch Daten an die Arztpraxis schicken’’ getestet.

So, worum handelt es sich eigentlich genau bei der Telemedizin, und was sind die Vorteile aber auch potentiellen Risiken, die sie mit sich bringt?

 

Was ist Telemedizin?

Der Telehealth Services Association zufolge, handelt es sich bei der Telemedizin, um “den fernen Datenaustausch zwischen einem Patienten zu Hause und seinem Klinikarzt, um Patienten, die in der Regel mit langfristigen Bedingungen zu tun haben, bei der Diagnose und Überwachung zu unterstützen.” Die ausgetauschten Daten können entweder von einem oder mehreren Geräten zu Hause oder auch unterwegs abgelesen werden und enthalten Informationen wie z.B. Blutdruck, Temperatur oder Sauerstoffgehalt im Blut.

Es gibt eine Reihe von Vorteilen für die Bereitstellung dieser Art von Fernüberwachung:

  • Wenigere Krankenhaus- und Arztbesuche für den Patienten
  • Reduzierung der Krankenhausressourcen dank Patienten, die nach Hause zurückkehren können
  • Niedrigere Kosten und Zeitanforderungen an medizinische Fachkräfte und Organisationen
  • Nähere Überwachung rund um die Uhr für Risikopatienten

Mit der baldigen Versicherung einer stets zuverlässigen Internetverbindung, ist die alltägliche Verwendung von Geräten, die Gesundheitsdaten von Patienten an Ärzte innerhalb des Landes verschicken können, in absehbarer Zukunft gar nicht einmal so undenkbar. In der Tat sind in den USA solche Lösungen bereits in die Realität umgesetzt worden, mit bewährten Kosteneinsparungen und Vorteilen. Während manch Datenüberwachung spezialisiertes Zubehör erfordert, ist es möglich, andere Daten auch über alltägliche Geräte wie z.B. Smartphones und Uhren zu verschicken.

 

Zukünftig wird alles miteinander verbunden sein – Risiken und Hürden

Wie bei jeder Anwendung von Technologie, die es ermöglicht, Daten zu übertragen, sind auch die Lösungen der Telemedizin anfällig für das Abhören, Datendiebstahl und Verfälschung. Dazu wurden vor kurzem in den USA in einem Bericht Bedenken geäußert und angegeben, dass “Geräte, die zur Anwendung von Telemedizin verwendet werden, versehentlich vertrauliche Informationen über Haushaltsaktivitäten übermitteln können … [und] alltägliche Daten, wie die von Apps oder einem medizinischen Gerät wie einer Insulinpumpe mit Drittanbietern geteilt werden.”

Auf der anderen Seite sind viele medizinische Fachkräfte verständlicherweise von der Telemedizin begeistert. Patricia Robinson, eine Pflegeberaterin, hat vor kurzem dem Nachrichtendienst The Guardian mitgeteilt, dass die telemedizinischen Lösungen “absolut befreiend sind, und dazu beitragen, dass man Patienten mit Symptomen, die medizinische Eingriffe erfordern, priorisieren kann.” Andere wiederum sind eher weniger begeistert und sorgen sich darum, dass die Sicherheitsmaßnahmen zu gering sind. Infolge der “Wannacry“- Ransomware-Attacke auf den NHS und anderen Bedenken, die durch die Anfälligkeit zum Hacking von automatisierten Insulinpumpen ausgelöst wurden, sind die Besorgnisse selbstverständlich nicht unbegründet. In den USA haben die Patienten sogar Klagen gegen Telemedizin-Anbieter eingereicht, da angeblich Gesundheitsinformationen an externe Tech-Unternehmen weiter gegeben wurden.

Zurück in Großbritannien regulieren sogenannten Datenschutzrichtlinien momentan die Menge und Art der Daten, welche über Geräte, die wiederum über das Internet verbunden sind, geteilt werden dürfen. Grundsatz (Nummer) 7 der Datenschutzbestimmungen des Datenschutzgesetzes von 1998 legt zum Beispiel fest, dass persönliche Daten geschützt gelagert werden müssen, so dass entweder die Regulationen gelockert oder die Sicherheitsmaßnahmen zur Nutzung der Geräte für Telemedizin verschärft werden müssen.

 

Patientendaten sichern

Im Angesicht des jüngsten NHS Cyber Security Verstoßes ist eines sicher: Bevor die Telemedizin im Großen und Ganzen im Gesundheitswesen eingeführt werden darf, müssen Regierung und Gesundheitsdienstleister sicherstellen, dass die Geräte und Daten absolut sicher sind. Trotz alldem wird es immer noch Risiken geben, auch wenn Daten richtig gespeichert werden. Eine Möglichkeit, um dieses zu verhindern, wäre zum Beispiel die Verwendung eines dritten Sicherheitsanbieters, um jene Daten und Dokumente mit Passwörtern zu verschlüsseln.

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