What’s next:
In der Medizin

×

6 Herausforderungen beim Versuch, das Gesundheitssystem zu digitalisieren

Für alle Arten von Organisationen ist es heutzutage erforderlich, sich der neuen, digitalen Welt anzunehmen und so gut wie möglich papierlos zu arbeiten. Auf Herausforderungen kann allerdings dann gestoßen werden, wenn es sich um Organisationen handelt, die sich mit großen Mengen unterschiedlicher und meist vertraulicher Daten befassen. Aber einmal ganz abgesehen von den Herausforderungen, gibt es auch viele Beispiele für Lösungen, die bald ganz papierlos funktionieren, wie zum Beispiel die optische Zeichenerkennung (meist OCR) und Datenspeicherung in einer Cloud

Von

Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt stehen vor der Herausforderung, ihre Papieraufzeichnungen zu digitalisieren, um noch leistungsfähiger, kosteneffizienter und umweltfreundlicher zu arbeiten.

Der NHS in Großbritannien steht an der Spitze dieser globalen Veränderung und plant schon im Jahre 2020 komplett papierlos zu arbeiten. Darüber wurde in dem Artikel ‘Making IT work’ der Abteilung für Gesundheit berichtet. In diesem Bericht wird außerdem geschrieben:

„Die eine Sache, die sich der NHS nicht leisten kann, ist es, ein weitgehend nicht-digitales System zu bleiben. Es ist an der Zeit, sich mit IT auseinander zu setzen”.

Die Aufgabe, sich einem papierlosen System anzunehmen, ist allerdings recht anspruchsvoll und das ursprünglich dafür angepeilte Jahr 2020 wurde bereits als „unrealistisch“ in einer unabhängigen Rezension von Robert Wachter kritisiert. Jeremy Hunt, der damalige Gesundheitsminister, unterstützt Wachters Aussage. Als daraufhin 2023 als ein realistischeres Jahr für die komplette Digitalisierung des NHS vorgeschlagen wurde, äußerte sich Dr. Wachter mit den Worten, dass dies “gewagt, aber machbar’’ wäre. In einer aktuellen Debatte auf der E-Health Woche sagte Paul Walsh, COO der HCI Group, dass „einige Organisationen wirklich mit dem Ausmaß dieser Herausforderung zu kämpfen hätten”.

Was sind denn eigentlich die größten Herausforderungen auf dem Weg zur Digitalisierung des Gesundheitssystems?

 

Mangel an Standardisierung in Krankenhäusern und Konzernen

Jedes Krankenhaus verfügt über eine Vielzahl an verschiedenen Abteilungen und Fachrichtungen, welche grundsätzlich Daten in unterschiedlichen Formen ansammeln und damit zwangsläufig diese Daten anders eintragen und abspeichern. Um zu verhindern, dass elektronische Gesundheitsakten in einem komplexen und komplizierten Durcheinander enden, müssen diese vielen verschiedenen Stränge ineinander integriert und angepasst werden. Und das braucht Zeit.

 

Der Gebrauch von unterschiedlichen Systemen in den NHS-Organisationen

In einigen Krankenhäusern und Arztpraxen des NHS werden nicht immer die gleichen Systeme für die Sortierung und Anordnungen von Daten und Dokumenten verwendet. Dies wird dann zum Problem, wenn die Daten nicht ordnungsgemäß standardisiert werden und es somit schwierig sein kann, diese Daten mit anderen Praxen oder Institutionen auszutauschen. Die Verwendung der optischen Zeichenerkennung (OCR), welche schriftliche Daten in vielen verschiedenen Formen und Anordnungen genau erfasst, kann diesen Prozess erheblich erleichtern.

 

Mangel an übergeordnetem IT-System

Der ursprüngliche Plan, dass der NHS komplett miteinander vernetzt sein sollte (man spricht auch davon, dass dies das weltweit größten Computer System hätte sein können) wurde leider vor einiger Zeit aufgegeben; und damit Jahre und Milliarden an Pfund, die in das Projekt investiert wurden. Dieser Misserfolg zeigt die Schwierigkeit der Aufgaben, welche eine papierlose NHS mit sich bringt und das Ausmaß an Ressourcen, welche benötigt werden, um das Projekt zu realisieren. Es hebt auch hervor, wie wichtig es ist, die besten Lösungen frühzeitig zu identifizieren.

 

Finanzielle Schwierigkeiten

Im Angesicht der Tatsache, dass der NHS unter den anhaltenden Kosteneinsparungen lastet, ist die Frage des Geldes legitimiert. Wie frühere Fehler gezeigt haben, kann eine Digitalisierung sehr kostspielig sein. Daher ist es wichtig, es beim ersten Mal richtig zu machen.

 

Umfangreiche Daten

Während einige Patientendaten wie Namen und Adressen ordnungsgemäß abgespeichert und aufbewahrt werden, werden vielleicht andere Daten wie historische Notizen wahllos in handgeschriebener Form aufgeschrieben und verstaut. Dieses erschwert Ihnen natürlich, die gesamten Daten richtig einzuordnen und zu sortieren. Um sich diesen Prozess zu erleichtern, sollten Sie eine automatisierte Lösung verwenden. Die OmniPage von Nuance zum Beispiel gewährleistet Ihnen Genauigkeit von der ersten Anwendung und hilft Ihnen dabei, selbst handgeschriebene Patientenakten genauestens zu erfassen.

 

Personalverpflichtung

Die technischen und finanziellen Herausforderungen im Zusammenhang mit einer papierlosen Verwaltung Ihrer Dokumente sind beachtlich. So allerdings auch die der menschlichen Einflüsse. Manche Mitarbeiter, die grundsätzlich viele Stunden arbeiten und ihre eigenen, spezifischen Arbeitsweisen im Laufe der Jahre entwickelt haben, könnten sich den neuen Methoden eher zögernd annehmen oder diese sogar ganz ablehnen. Gerade deshalb ist es von Bedeutung, von Anfang an die passende Technologie zu finden.

Intelligente Lösungen zur Datenerfassung von sowohl digitalen als auch handgeschriebenen Dateien, sind der Schlüssel zu einer sicheren Verwaltung Ihrer Dokumente. Finden Sie heraus, wie OmniPage Sie dabei unterstützen kann.

Ganzen Artikel lesen

More from the editor

Abwägung der Vor- und Nachteile der Telemedizin
Schützen Sie sich vor der nächsten WannaCry Ransomware
Spracherkennung im klinischen Alltag richtig einordnen – Teil II
Erfolgreiche Modernisierung durch effizientes Dokumenten-Management
Digitale Sprachverarbeitung im klinischen Alltag richtig einordnen – Teil I
Die Patienten im Fokus, den Dokumentationsaufwand im Griff
Abwägung der Vor- und Nachteile der Telemedizin
Wie die Digitalisierung im Krankenhaus erfolgreich umgesetzt werden kann.
Erfolgreiche Modernisierung durch effizientes Dokumenten-Management
Schützen Sie sich vor der nächsten WannaCry Ransomware
Spracherkennung kann Digitalisierung im Krankenhaus vorantreiben.
Digitale Sprachverarbeitung im klinischen Alltag richtig einordnen – Teil I
Spracherkennung kann Digitalisierung im Krankenhaus vorantreiben.
Spracherkennung im klinischen Alltag richtig einordnen – Teil II
Spracherkennung kann Digitalisierung im Krankenhaus vorantreiben.
Die Patienten im Fokus, den Dokumentationsaufwand im Griff
Mehr Artikel anzeigen