Unser Vorsatz fürs neue Jahr? Mehr Zeit für alles.

Wenn es uns an etwas mangelt, dann an Zeit. Für Gespräche mit Kollegen, Angehörigen und Freunden. Um Informationen ordentlich aufzubereiten und zu dokumentieren. Für eine erholsame Mittagspause. Manchmal sogar für ein Lächeln. Das frustriert – und muss im neuen Jahr besser werden. Spracherkennung kann dabei helfen, dass wir unsere Pläne 2018 auch tatsächlich verwirklichen können.
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Spracherkennung gibt Ärzten und Pflege mehr Zeit für den Patienten und Wesentliches

Ist der alljährliche Vorweihnachtsmarathon erst einmal vorbei, nutzen viele die ruhigere Zeit zwischen den Jahren, um Bilanz zu ziehen und zu prüfen, was im neuen Jahr besser zu machen ist. Neben „Weniger rauchen“ und „Weniger Alkohol“ dominieren auf den Listen mit guten Vorsätzen zumeist Pläne, die mit „Mehr Zeit für…“ beginnen. Mehr Zeit für die Familie, für sich selbst, für den Sport, für das Ehrenamt. Mehr Zeit, um sich um eine gesunde Ernährung oder ausreichend Schlaf zu kümmern…

Auch im medizinischen Bereich ist Zeit ein rares Gut – genau dort, wo sie besonders dringend nötig wäre: im professionellen und persönlich zugewandten Umgang mit dem Patienten. So hat die Metaanalyse eines internationalen Forscherteams kürzlich ergeben, dass Arzt-Patienten-Gespräche in fast allen Ländern der Welt zeitlich knapp bemessen sind. In Pakistan, Indien und China beispielsweise sind Konsultationen im Rahmen der medizinischen Grundversorgung nach weniger als fünf Minuten abgeschlossen. Deutschland liegt mit im Schnitt 7,6 Minuten pro Besuch beim Allgemeinmediziner im Mittelfeld – im Detail nachzulesen im Spiegel-Artikel „Ärzte haben nur wenige Minuten pro Patient“.

Steigende Dokumentationsanforderungen mindern Qualität von medizinischen Leistungen

Anamnese, Diagnose und Therapie kommen unter diesen Umständen zwangsläufig zu kurz. Und mehr noch, sie werden durch den Zeitmangel oft negativ beeinflusst. Dann leidet das Behandlungsergebnis, unnötige oder gar falsche Medikamente landen auf den Rezepten – und vielen frustrierten Medizinern droht der Burn-out.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die steigenden Anforderungen an Pflegekräfte und Mediziner, alle verfügbaren Informationen vollständig und exakt zu erfassen – von den aktuellen Patientendaten über Röntgenaufnahmen bis hin zu standardisierten Untersuchungsberichten oder formlosen mündlichen Ergebnisprotokollen. Mit dem papierlosen Krankenhaus und der elektronischen Patientenakte hat die Digitalisierung auch in der medizinischen Versorgung Einzug gehalten, bislang nicht immer zum Vorteil des kranken Menschen.

Effizienzbooster Spracherkennung

Dabei bietet die IT schon heute zahlreiche Werkzeuge an, die das medizinische Personal beim elektronischen Erfassen und Aktualisieren von Daten, Dokumenten und Therapiemaßnahmen entlasten. Wer dabei nur an Printunterlagen denkt, vergibt Chancen für Effizienz- und Qualitätsgewinne. Denn gerade das Eintippen mündlicher Informationen frisst Zeit. Eine Untersuchung am Universitätsklinikum Düsseldorf hat ergeben, dass Dokumentationsprozesse, die durch Spracherkennungstechnologien gestützt werden, um 26 Prozent schneller ablaufen, nicht zuletzt, weil die meisten Menschen schneller sprechen als tippen können. Gleichzeitig sind die per Spracherfassungssystem digitalisierten Informationen um durchschnittlich 82 Prozent länger als die per Tastatur eingegebenen. Ärzte, Sanitäter und Pfleger sind mit einem entsprechenden Tool offenbar eher bereit, ausführlicher zu dokumentieren. Und: Die Daten sind exakter. Denn die automatische Umwandlung und elektronische Übermittlung des gesprochenen Wortes schließt den Medienbruch zwischen Information und Dokumentation und überspringt damit eine Fehlerquelle. Vorausgesetzt, es kommt ein qualitativ hochwertiges und technologisch ausgereiftes Spracherkennungssystem zum Einsatz, das im täglichen Einsatz lernt, sich auf den Nutzer einzustellen – Stichwort „Deep Learning“. Details dazu finden Sie in unserem Blog-Beitrag „Jede Minute zählt: Spracherkennung in der Medizin“.

Korrekt angewandt, bescheren Spracherkennungssysteme nicht nur mehr Zeit für die Patienten. Sie heben auch die Stimmung bei Arzt und Pflegepersonal. In der oben zitierten Studie der Uniklinik in Düsseldorf stieg der Befindlichkeitswert der befragten Teilnehmer dank der eingesetzten Software von 1,6 auf 1,3 auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 3 (schlecht). Damit dies gelingt, ist es ratsam, die Einführung des Spracherkennungssystems als eigenes Projekt zu betreiben und alle Beteiligten von Anfang an einzubinden – ob Sekretariat, Ärzte oder Pflegekräfte. Wie das geht, beschreibt unser Blog-Artikel „5 Tipps für die erfolgreiche Einführung von Spracherkennung im Krankenhaus“ – und damit sind die guten Vorsätze praktisch schon erfolgreich in die Tat umgesetzt…

Nuance wünscht Ihnen frohe Festtage, einen guten Rutsch und ein entspanntes, gut gelauntes und erfolgreiches Jahr 2018!

Sources:

Mein Vorsatz für 2018

Kontaktieren Sie uns, damit wir gemeinsam Ihren Arbeitsalltag im neuen Jahr erleichtern können: +49 89 4587 3529 oder schreiben Sie uns!

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About Milko Jovanoski

Milko Jovanoski ist seit 2012 bei Nuance Healthcare, wo er zunächst für das Partner und Produkt Marketing in Europa zuständig war. Seit 2015 ist er als International Marketing Manager Healthcare für den gesamten Bereich Marketing in den Regionen EMEA, APAC und LatAM verantwortlich. Herr Jovanoski verfügt über langjährige Erfahrung mit Spracherkennung und war vor seiner Tätigkeit bei Nuance in verschiedenen Managementpositionen in Sales & Marketing in Healthcare-IT tätig. Milko Jovanoski verfügt über einen Executive Master of Business Administration von der Fachhochschule in Chur, Schweiz.